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Home | Die LASIK-Operation Bericht von Augenarzt Dr.Wolfgang Pfäffl aus Weilheim LASIK (Laser-in-situ-Kertomileusis) ist die konsequente Weiterentwicklung einer bereits Ende der 40 ziger Jahre von Barraquer realisierten Lamellären Hornhautplastik, die durch den präzisen Abtrag des Excimer-Lasers neue Möglichkeiten bei der Korrektur von Brechkraftfehlern des Auges eröffnet. Sie zeichnet sich aus durch eine schmerzfreie Abheilungsphase und schnelle Wiederherstellung der Sehkraft sowie der Arbeitsfähigkeit. Mit der LASIK, die im zellarmen Inneren des Hornhautstromas durchgeführt wird, erreichen wir bei einer Kurzsichtigkeit bis -10dpt -6dpt und bei Weitsichtigkeit bis +5dpt stabilere Langzeitergebnisse, als sie mit der PRK, die an der Hornhautoberfläche ausgeführt wird, erreicht werden können. Die LASIK ist ein von der "Kommission für Refraktive Chirurgie" (KRC) der Deutschen ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) wissenschaftlich anerkanntes operatives Verfahren zur Beseitigung der Fehlsichtigkeit, dessen klinische Prüfung für den Bereich der Kurzsichtigkeit bis -10dpt als abgeschlossen gilt. Dies bedeutet, dass Vor- und Nachteile weitgehend bekannt sind und der Anwendungsbereich klar umschrieben ist. Langzeitergebnisse ist ausgewertet und Spätkomplikationen unwahrscheinlich. Die Korrektur der Weitsichtigkeit bis +5dpt sind möglich befinden sich jedoch noch im Stadium der klinischen Prüfung. LASIK ist nach dem derzeitigen Wissenstand das erfolgreichste und vielversprechendste operative Verfahren zu Beseitigung der Kurzsichtigkeit und der leichten bis mittleren Weitsichtigkeit. Bei dieser Operation wird mit Hilfe des Excimer-Lasers die Brechkraftveränderung in den inneren Hornhautschichten durchgeführt. Hierbei wird mit dem von Ruiz 1986 entwickelten automatisierten lamellierenden Mikrokeratom eine etwa 130-160 Mikrometerdicke planparallele Hornhautkappe präpariert und beiseite geklappt (siehe Abb.). Nach erfolgtem Einsatz des Excimer-Lasers, der mit seinem hochenergetischen gebündelten Licht den Krümmungsradius der Hornhaut durch Abtragen von Gewebe verändert hat, wird die Hornhautkappe wie erstmals von Pallikaris 1986 und Buratto beschrieben zurückgeklappt. Die zurückgelegte Hornhaut haftet nach kurzem Antrocknen durch Adhäsion und heilt über die folgenden Wochen und Monaten wieder fest ein. Aufgrund der ermutigenden Ergebnisse, die wir seit 1994 mit dieser Technik sehen, werden bei uns fast 99% aller Patienten, die einen Eingriff mit dem Excimer-Laser wünschen mit dieser Technik versorgt. In den USA ist die LASIK nach der Operation des grauen Stars inzwischen zur zweithäufigst ausgeführten Augenoperation geworden. Sehr wahrscheinlich werden im Jahre 2001 allein in den USA bis zu 2 Millionen Behandlungen dieser Art durchgeführt.
Welchen Risiken setzt sich der Patient bei der LASIK-Operation aus?Prinzipiell birgt jede Manipulation am Auge, auch das Tragen von Kontaktlinsen, das Risiko einer bleibenden nicht mehr rückgängig machbaren organischen Veränderung, die die Sehschärfe nachhaltig verschlechtert. Vergleicht man das Risiko eines Kontaktlinsenträgers mit dem Risiko eines Patienten, der sich einer Excimer-Laseroperation unterzieht, so tragen bei Patientengruppen ein Risiko von 2-3% für eine bleibende Verminderung der besten korrigierten Sehschärfe. Bei der LASIK-Operation unterscheiden wir Komplikationen durch menschliches Versagen, durch technisches Versagen, durch atypischen Operationsverlauf oder krankhaftem Heilungsverlauf. Bis zu 4% aller Patienten die sich einen derartigen Eingriff bei sich vornehmen lassen, müssen damit rechnen, einen Zweiteingriff durchführen zu lassen, um das in Aussicht gestellte Ziel zu erreichen. Nicht immer handelt es sich bei diesen Zweitoperationen um die Beseitigung einer Komplikation, sondern um einen Eingriff, der eine Unterkorrektur, oder eine ungewollte Überkorrektur beseitigen soll. Die optische Qualität ist aAugenarztesllerdings so vielversprechend, dass sich inzwischen auch Augenärzte und Piloten mit der LASIK-Operation haben behandeln lassen (siehe Erfahrungsbericht eines Augenarztes). Komplikationen
Beidseitige Simultane LASIK (sim-LASIK) am gleichen Operationstag: Seit September 2000 wird auch in Deutschland von der Kommission für Refraktive Chirurgie die beidseitige (bilaterale) simultane LASIK am gleiche Operationstag nicht mehr als ungerechtfertigt angesehen. Der Patient gewinnt hierdurch die Chance geringer Ausfallszeit in seiner beruflichen Tätigkeit und muss insgesamt weniger Zeit auswenden für die postoperative Nachsorge. Die Therapie gestaltet sich für ihn einfacher, da in der Regel beide Augen nach dem gleichen Schema nachbehandelt werden. Die schwierige Zeit, in welcher der Patient den Verlust des Augengleichgewichts hinnehmen muss, bis das Partnerauge operiert ist, tritt gar nicht erst auf. Schwerwiegendes Argument gegen ein derartiges Vorgehen ist allerdings die Tatsache, dass beim Auftreten von Komplikationen technischer Art oder bei abnormer Abheilungsphase beide Augen von einer Einschränkung der best korrigierten Sehschärfe betroffen sein können. In einer Arbeit von Lin und Maloney (Am.J.Ophthalmol. (1999) 127:129-136) wird berichtet, dass in 8,8% der von ihnen 1019 nachuntersuchten Augen Auffälligkeiten an der Hornhautkappe aufgefallen seien, jedoch die für die Sehschärfe nachteiligen Komplikationen extrem selten seien. Katastrophale Komplikationen wie Eröffnung des Auges traten nicht auf. Das Risiko einer beiseitigen Komplikation bei einer gleichzeitigen LASIK an beiden Augen kann annäherungsweise nur aus dem Risiko einer einseitigen Behandlung erschlossen werden. Um eine aussagekräftige statistische Wahrscheinlichkeit errechnen zu können, müsste allerdings eine Studie von 30000 Behandlungen ausgewertet werden, da es sich um eine extrem seltene Konstellation handelt. Beidseitige Komplikationen während der Operation sind darüber hinaus mit Sicherheit erheblich seltener als die rein rechnerisch ermittelte Komplikationsrate, da man davon ausgehen kann, dass ein verantwortungsvoll handelnder Chirurg die Behandlung des Partnerauge verschieben wird, falls am ersten Auge eine unerwartete Komplikation während der Operation aufgetreten ist. copyright Dr.Wolfgang Pfäffl
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